Prototyp-Sensoren V.1 sind fertig

infinitag_sensor_v1Wir hatten bereits im letzten Blog-Post angekündigt, dass neue, kleinere Sensoren in der Produktion sind. Wegen der langen Lieferzeit von China nach Deutschland hat sich alles etwas verzögert, aber nun sind die ersten Prototypen fertig. Insgesamt 10 Stück wurden hergestellt. Die technischen Daten haben sich nur geringfügig zu den alten Pewduino-Prototypen geändert –  trotzdem gibt es Änderungen.

Die Platine hat einen Durchmesser von 32 mm. Es wurde komplett auf SMD-Bauweise umgestellt. Damit dies aber noch von Hand einfach lötbar bleibt, wurde eine große Variante von SMD-Bauteilen ausgewählt: SMD-Größe 1206 für Widerstände und Kondensatoren. Wikipedia-Artikel zur SMD Chipgröße.

Die Anschlussbuchsen wurden der Platinengröße angepasst. Buchsen im 2,54 mm-Raster kamen daher nicht in Frage. Verwendet wurden Stecker und Buchsen der Firma JST, Modell-Serie SH. Diese Stecker haben ein Rastermaß von nur 1,0 mm. Damit sind sie klein genug, um auf der Platine Platz zu finden.

 

Fresnel-Linse

infinitag_sensor_v1_fresnelEin neues Experiment ist die Verwendung von Fresnel-Linsen als Teil des Sensorgehäuses. Diese Fresnel-Linsen sind typischerweise in Bewegungsmeldern vorzufinden. Sie hat dort die Aufgabe die Infrarotstrahlung ins Zentrum der Halbkugel zu bündeln und genau das wollen wir in der Praxis testen. Wie verändert sich die Reichweite mit oder ohne Fresnel-Linse? Statt drei große Vishay TSOP31238 IR-Receiver, verwenden wir in den neuen INFINITAG Sensoren nun einen Vishay TSOP36238 Receiver in der Mitte der Sensor-Platine. Drei RGBW-LED-ICs SK6812 sitzen zusätzlich zum IR-Receiver unter der Linse. Diese sorgen für die nötige Farbenvielfalt und Animation der Sensoren.

Platinenherstellung in China

Wie bereits schon bei den ersten Prototyp-Platinen aus dem Projekt pewduino.org, wurden die neuen Sensor-Platinen wieder bei dem chinesischen Elektronik-Shop www.elecrow.com hergestellt. Es gibt im Internet viele Hersteller, die Platinen in kleinen Stückzahlen zu Prototypzwecke herstellen können. Da wir aber bereits Erfahrungen mit diesem Dienstleister hatten, war die Entscheidung wieder dort zu produzieren recht einfach.

Pläne zur Version 1.1

In der nächsten Version werden wir zwei I2C-Buchsen einplanen. Damit wird man die Senoren in einer Daisy-Chain schalten können. Dies vereinfacht letztendlich das Kabel-Management an der Weste. Außerdem werden wir vier LEDs statt wie bisher drei einbauen.

Sensor-Firmware, IR-Datenprotokoll und weitere Experimente

Kleine Vorschau für die nächsten Wochen: Für die neue Sensor-Hardware steht nun die Programmierung der Firmware an. Die Sensoren müssen mit dem Tagger eine einheitliche ID aushandeln. Parallel dazu wird das IR-Datenprotokoll festgelegt und in der Sensor-Firmware integriert. Ein weiteres Experiment wird die Kommunikation von Tagger mit Smartphone per Bluetooth sein.

Weiterführende Informationen: Technische Daten zu den INFINITAG Sensoren

 

Infos:

von Jani am 9. Oktober 2016

Kategorie: Sensoren